Glück und Zufriedenheit der Menschen haben sich irgendwo im Universum versteckt.
Bei meinem seit einigen Monaten favorisierten Anlage-Thema „Fokus-Investments“ stehen die Versorgung des Homo sapiens mit lebensnotwendigen Urstoffen und Rohstoffen sowie die Gesundheit und das allgemeine Glück und Wohl der Menschheit, der Tierwelt und der Natur durch die gezielte Nutzung sinnvoller Technologien im Mittelpunkt der Überlegungen. Mit Blick auf die hier beschriebene Gesellschaft Freya Pharma Solutions geht es um das vom Management abgesteckte Ziel, Frauen zu befähigen, die eigene sexuelle Gesundheit und das Wohlbefinden selbst in die Hand zu nehmen. „Reißerisch formuliert könnte man dieses Ziel vielleicht als das weibliche Viagra bezeichnen“, sagt der Teilnehmer einer Freya-Präsentation in Frankfurt. Unter der im Englischen mit FSIAD (Female Sexual Interest Arousal Disorder) beschriebenen Krankheit leiden nach Angaben von Freya Pharma Solutions gegenwärtig weltweit rund 250 Millionen Frauen.
Generell fühlen sich Frauen auf diesem Planeten in vielen Regionen und Ländern oftmals stark benachteiligt. Mit gutem Recht streben sie nach Anerkennung und mehr Gleichberechtigung. Mit Vertretern unterschiedlicher Religionen bin ich gerade auch bei der Frage der Stellung von Frauen in unterschiedlichen Kulturen oftmals „angeeckt“. Reisen rund um die Welt haben mich oft in heftige Diskussionen geführt, wenn ich zB Kritik an der Formulierung „Der liebe Gott“ geübt habe oder wenn ich bei der Übersetzung von Allah oder Buddha deren Einordnung in der deutschen Sprache als „der“ – also als männlich – kritisiert habe. Mein Hinweis, Gott könne kein Mann sein, weil wir Männer doch viel zu fehlerhaft, ja viel zu blöd seien, wurde oft hart kritisiert.
Mit einem bekannten hessischen Wissenschaftler und dessen erfolgreicher politik-interessierter Ehefrau habe ich meine Gedanken über die unterschätzte gesellschaftliche Rolle von Frauen bereits vor mehr als 15 Jahren diskutiert. In einer sehr fruchtbaren Diskussion mit diesen beiden geschätzten Wissenschaftlern habe ich den in der deutschen Sprache oft als „lieben Gott“ dargestellten Oberen seinerzeit als sachliches Wunder – nämlich als „das Allmächtige“ – dargestellt. In unseren seinerzeitigen Diskussionen in Gießen ging es vor allem um die von der Männerwelt bewusst niedrige gehaltene Stellung der Frau in der politischen und ökonomischen Öffentlichkeit. Als Aufhänger unserer Diskussion diente uns die nur sehr geringe Zahl von Frauen in den Vorstandsetagen deutscher Unternehmen.
Seit Dekaden bemühen sich Frauen weltweit um Anerkennung und Gleich- berechtigung – diesbezügliche Fortschritte sind indes überschaubar. In Sachen sexuelle Gesundheit gibt es nach Untersuchungen und Studien der WHO (Weltgesundheits-Organisation) erhebliche Schwächen. „Die sexuelle Gesundheit ist wichtig für Gesamtgesundheit und Wohlbefinden von Individualisten, Paaren und Familien“, heißt es bei der WHO. Während sich Pfizer und andere Pharmafirmen in den vergangenen Jahren vor allem dem sexuellen Problem von Männern angenommen haben, nimmt sich die Pharma- und Medizinbranche der sexuellen Gesundheit der Frauen erst heute etwas intensiver an. Rund 40 % der Frauen führen mit Blick auf ihre sexuelle Gesundheit einen Kampf aus, sagt Nicole Hijnen, CEO von Freya Pharma Solutions, in Frankfurt.
Das Finanzsystem wird jetzt in diese an Bedeutung gewinnende Problematik einbezogen. Immer mehr Frauen verrichten auf unzähligen Gebieten des menschlichen Wesens einen sehr guten Job. Jetzt sollen persönliche Probleme und Bedürfnisse der Frauen auch über die Finanzmärkte und Börse gelöst werden – nämlich über die Entwicklung und Finanzierung von Pharmaka. „Die sexuelle Gesundheit ist ein fundamentaler Bestandteil der Gesamtgesundheit und des Wohlbefindens von Menschen, Partnern und Familien“, heißt es bei der Weltgesundheits-Organisation (WHO).
Einige Biotech- und Pharmafirmen auf dem Globus sehen hier – möglicherweise unter dem reißerischen Motto „Viagra 2.0“ oder „das weibliche Viagra“ – riesige Chancen. So auch die in Amsterdam in den Niederlanden beheimatete Freya Pharma Solutions. „Unser Ziel ist es, Frauen zu befähigen, ihre sexuelle Zufriedenheit und Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen“, formuliert deren Vorstandschefin Nicole Hijnen im Exklusiv-Interview große Ansprüche.
Es scheint, als sei die Erfindung von Lybrido unter zeitlichen Aspekten geradezu ideal – zumindest mit Blick auf Deutschland. Denn das inzwischen zur Bananenrepublik verkommene Land schwimmt auf der Arzneimittelwelle. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) haben Erwerbstätige in Deutschland im Jahr 2023 so viele Arzneimittel verschrieben bekommen wie noch nie zuvor. Laut einer aktuellen Auswertung der TK erhielt jede TK-versicherte Erwerbsperson durchschnittlich 275 Tagesdosen von einem Arzt oder einer Ärztin verschrieben. Das entspricht einem Anstieg von rund 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr und von etwa 37 % im Vergleich zu Beginn der Auswertung im Jahr 2000. Die am häufigsten verordneten Arzneimittel sind dabei Herzkreislaufmedikamente, gefolgt von Medikamenten gegen Magen-/Darmbeschwerden und Sodbrennen sowie Arzneimitteln für das Nervensystem, wie beispielsweise Antidepressiva.
Im aktuell sehr schwierigen Umfeld der anhaltenden Unterschätzung der Rolle von Frauen in der Gesellschaft sorgt die Entwicklung von Lybrido – einem einzigartigen Kombinationspräparat aus Testosteron und Sildenafil – für ein enormes Aufsehen. Testosteron steigert durch seine Wirkung auf das Gehirn die Lust (bzw. das Interesse) der Frau an sexuellen Aktivitäten, während Sildenafil die sexuelle Erregung durch die Steigerung des vaginalen Blutflusses verbessert. Der patentierte Mechanismus der Technologie der verzögerten sofortigen Freisetzung sorgt dafür, dass beide Wirkungen von Lybrido etwa 3 Stunden nach der Einnahme der Lybrido-Tablette durch die Frau synergistisch wirken. Wichtig zu wissen ist auch, dass Lybrido nur dann eingenommen werden sollte, wenn die Frau sexuelle Aktivitäten plant, die so genannte „On-demand“-Verabreichung, im Gegensatz zur erforderlichen täglichen Einnahme vieler anderer Medikamente.
Lybrido wurde und wird für alle Frauen im Alter von über 18 Jahren entwickelt, die weniger sexuelles Verlangen und/oder Erregung verspüren – und zwar in einem solch starken Ausmaß, dass sie dadurch gestört werden (gemäß der FSIAD-Diagnose). Aktuelle Studien der Phase-II mit Lybrido haben Verbesserungen sowohl bei prämenopausalen als auch bei postmenopausalen Frauen gezeigt.
Die in diesem Kontext zu stellende Frage ist, ob das für „alle normalen Frauen“ zutrifft. Die Freya-Chefin erklärt dazu: „Nur Frauen mit spezifischen Gegenanzeigen für Testosteron und/oder Sildenafil sollte Lybrido nicht verschrieben werden.“ Ganz wichtig sei zudem: Die positiven Wirkungen von Lybrido hängen nicht vom Geschlecht des Partners oder gar einer Partnerin ab, sondern gelten sowohl für „Hetero-Sex“, „Lesben-Sex“ als auch „Solo-Sex“. Nicole Hinjen führt weiter aus: „Im Studienprotokoll unserer bevorstehenden klinischen ALETTA-Bestätigungsstudie werde der Begriff „sexuelle Aktivität“ als jede Handlung definiert, die einen sexuellen Kontakt mit den Genitalien und/oder der Mundschleimhaut einschließlich Streicheln, Vorspiel, Geschlechtsverkehr, Oralsex, Analsex und Masturbation (selbst oder durch den Partner) beinhaltet.“
Im Rahmen einer Konferenz in Long Beach wurde im Februar 2024 erklärt, dass 48 % der seinerzeit befragten Frauen an der Einnahme eines „Sexual-Medikaments“ interessiert seien. Derzeit sind nach Angaben von Freya Pharma in Europa keine effektiven und komfortablen Optionen zur Steigerung des sexuellen Interesses und der Erregung von Frauen verfügbar. In den USA arbeitet man indes bereits an entsprechenden Lösungen – allerdings mit unterschiedlichen Resultaten und signifikanten Nebenwirkungen. Bei Freya wird Lybrido im Rahmen der gegenwärtig gemeinsam mit der niederländischen Organisation Aletta laufenden Erforschung ein Blockbuster-Potential zugeschrieben.
Das Freya-Management geht davon aus, in der Studie III – mit dem Namen ALETTA – die Wirksamkeit von Lybrido ohne größere Nebenwirkungen als Bestätigung der bis dato bereits vorliegenden Studienergebnisse darstellen zu können. Das Marktpotential scheint enorm. In der EU und in Nordamerika werden nach Einschätzung der Gesellschaft zunächst Lybrido-Umsätze in etwa der gleichen Höhe erwartet. Der Optimismus des Freya-Managements ist groß. Das Umsatz- potential wird nach Markteinführung des Produkts als „Blockbuster-Qualität“ einge- stuft und im Jahr 2029 mit rund 211,5 Mio. $ erwartet und danach im Jahr 2035 bereits auf 1,08 Mrd. $ veranschlagt. Um die angestrebten Ziele erreichen zu können, hält Freya aktuell Ausschau nach einer neuen Finanzierung in Höhe von 25 Mio. €. Beim Blick in die Zukunft stehen zahlreiche große Aufgaben bevor. Das künftige Umsatzpotenzial von Lybrido wird für die Zeit nach der Einführung des Produkts am Weltmarkt von Freya mit dem Begriff “Blockbusterqualität” eingestuft. “Gemäß unseres letzten Dialogs mit EMA unf FDA rechnen wir mit Blick auf die Zulassung des Produkts auf die Jahre 2028/2029” so Freya.
Das Unternehmen plant zur Umsetzung der Pläne die Einbeziehung eines Partners zur vollständigen Entwicklung und Kommerzialisierung von Lybrido. “Dabei favorisieren wir die alleinige Entwicklung von Lybrido für den Weltmarkt”, sagt Nicole Hijnen im Exklusiv-Interview. Freya Pharma Solutions sieht sich selbst gut präpariert für ein mögliches IPO und den Gang an eine Aktienbörse. Dabei beobachte man die Gegebenheiten des Marktes und orientiere sich zudem an den Wünschen und Bedürfnissen der Schlüssel-Investoren.